Meldungen des ADFC Ulm/Alb-Donau, Neu-Ulm im Jahr 2007

Die aktuellen Meldungen finden Sie hier.

Mutter will nicht mehr - Tandem wird verkauft

Beim Fahrradmarkt, den der ADFC Ulm/Neu-Ulm/Alb-Donau am 8. Mai 2004 auf dem Ulmer Kornhausplatz veranstaltet hat, konnten selbst erfahrene Mitglieder Überraschendes erleben.

Tandem für 35 Euro

Das Tandem der Eltern für 35,- € verkauft

Obwohl das Wetter nicht gerade dazu einlud, bevölkerten den ganzen Samstag Vormittag viele Kaufinteressenten den Platz. Und auch mehr als ein Dutzend Verkäufer wollten ihr gebrauchtes, vielleicht zu klein oder zu unmodern gewordenes Fahrrad an den Mann oder die Frau bringen. In ungeordneten Reihen standen Garagenschrauber, Rennradler und auch einige junge Familien. Vor allem die Kinder fieberten, ob ihr altes Rad auch in gute Hände übergeht.

Ein etwa dreißigjähriger Mann steht bei einem genauso alten, weiß lackierten Tandem. «Damit sind meine Eltern immer zusammen gefahren. Aber jetzt will meine Mutter nicht mehr beim Vater hintendrauf sitzen»gibt er als Grund für den Verkauf an. Nachdem viele Marktbesucher mit dem originellen Gefährt geliebäugelt und mit ihm über das Tandemfahren fachgesimpelt haben, wechselt es schließlich für 35,-- € den Besitzer.

Wie immer interessierten sich viele Radfahrer für das Kodieren. Die Experten des ADFC, Roland Baumann und Stefan Heyd, konnten 8 Fahrräder mit der individuellen Kennzeichnung versehen. Dabei stellte sie ein nicht alltägliches Problem auf die Probe: Können wir einen Rahmen aus Titan gravieren? Mit dieser Bitte trat ein MTB-Fahrer an den ADFC heran.

Titanrad Kodieren

Unter kritischen Blicken kodiert Roland Baumann das Titanrad

In einem Münchner Fahrradgeschäft hat er sich aus diesem Rahmen, in den der Hersteller aber keine Rahmennummer eingeschlagen hat, ein Komplettrad aufbauen lassen. Beinahe verzweifelt hat er nach einer Möglichkeit gesucht, sein neues Gefährt sicher zu kennzeichnen. Das Problem wurde gelöst: Stefan Heyd ließ den Fahrer des Titanrades mit doppelter Unterschrift erklären, dass dieser alle Haftungsansprüche an den ADFC ausschließt; Roland Baumann kodierte mit aller Sorgfalt den Rahmen. Das Ergebnis war doppelt erfolgreich: Der Besitzer war glücklich, und auch das Rad sieht mit der Nummer unter dem Sattel besser aus.

Noch mehr Fotos vom Fahrradmarkt gibt es auf der ADFC-Bildergalerie.

Der nächste Fahrradmarkt in Ulm findet am Samstag, den 3. Juli 2004, von 9.00 bis 13.00 Uhr auf dem Kornhausplatz statt. [Franz Schmid]

 

Mai 2004

Klimastaffel: Vierergruppe des ADFC bewältigt Albaufstieg

Heiner mit seinem Birdy

Heiner Lorenz auf kleinen Rädern für das Klima

3600 km umweltfreundlich durch Deutschland - am 23. Mai hat der ADFC Ulm/Neu-Ulm einen anstrengenden Teil davon übernommen.

Vom 10. Mai bis zum 1. Juni 2004 lief der Staffelstab durch alle 16 Bundesländer. Endziel der Klimastaffel, die neben der Bahn, dem BUND und beispielsweise der Deutschen Sportjugend auch vom ADFC unterstützt wird, war Bonn. Pünktlich zum Beginn der Weltkonferenz für erneuerbare Energien hat dort Umweltminister Jürgen Trittin den Stab in die Hand gedrückt bekommen.

Quer durch die Republik waren auch viele Radlergruppen im Einsatz. Einen der härtesten Streckenabschnitte hatte der örtliche Organisator Ralf Stolz aber für den ADFC Ulm/Neu-Ulm vorgesehen: den Aufstieg auf die Schwäbische Alb. Für Stefan Heyd, Heiner Lorenz, Reinhard Schmid und Franz Schmid (weder verwandt noch verschwägert) hieß es, die knapp 30 km von Ulm nach Amstetten unter hohem Zeitdruck zurückzulegen.

Zwei interessante Besichtigungsstationen auf dem Eselsberg, die Passivhaussiedlung und Europas größtes Passiv-Bürohaus, unterbrachen die flotte Fahrt. Selbst der Wettergott war an diesem Tag kein Klimafreund. Ließ er doch den Wind kräftig aus Norden blasen, und in Jungingen überraschte er die Radler mit einem Schneeschauer. Zuwachs erhielt die Gruppe in Westerstetten, wo sich ein ortskundiger Radler dem Staffelexpress anschloss.

Mit halbstündiger Verspätung zum Zeitplan in Amstetten angelangt, konnte Stefan Heyd den Stab an die Kollegen vom ADFC Göppingen übergeben. Als Belohnung für die Hetzerei wollten sich die vier Radler eine gemütliche Einkehr gönnen. Die ersten drei Lokale hatten geschlossen. Beim vierten steckte der Schlüssel - von außen. Nachdem die Hungrigen bei weiteren zwei Lokalen eine Abfuhr erhalten hatten, hatten Sie von der Alb genug und sagten sich: «In Ulm werden wir schon was finden!»

Staffelstab-Übergabe

Geschafft: Stefan Heyd übergibt den Stab an die Radler des ADFC Göppingen

In einem schönen Biergarten wurden die Hoffnungen erfüllt. Zu dem wackeren Quartett gesellte sich noch die Sonne und eine von Klaus Größler geführte ADFC-Tourengruppe; es wurde ein gemütlicher Ausklang eines aufreibenden Tages. Näheres und weitere Bilder unter www.klimastaffel.de [Franz Schmid]

Viele weitere Bilder finden sich natürlich auch auf unserer Bildergalerie.

 

Mai 2004


Mit guten Beispielen in die Zange nehmen

Im November 2001 hat der Alb-Donau-Kreis einstimmig eine Radwegekonzeption verabschiedet. Mit dem Aufstellen der ersten Schilder nach dem vom ADFC empfohlenen System spielt er jetzt auch bei der Fahrradwegweisung den Vorreiter in der Region.

«Jede Gemeinde bzw. jeden Teilort im Landkreis durch einen zum Rad fahren geeigneten Weg miteinander zu verbinden» wurde im Kreis als oberstes Planungsziel definiert. Die Dringlichkeit des Ausbaus wurde in 3 Stufen eingeteilt, auch wurde im Konzept noch zwischen Alltags- und Freizeitstrecken unterschieden. Laut Rudi Nerlich vom Amt für Kreisentwicklung sind die Projekte, die in der Dringlichkeit I stehen, schon fast alle abgearbeitet. Weitere, nachrangig eingestufte Radverbindungen werden bereits ausgebaut, wenn sowieso an der Strecke etwas gemacht wird.

Radfahrer AbsteigenSchilderwald

So sieht es aus im Landkreis Neu-Ulm

Nun werden im Alb-Donau-Kreis die ersten neuen Wegweiser aufgestellt. Und zwar so, wie sich der ADFC das wünscht: in der von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) empfohlenen Form. Dieses System ist seit Jahren bekannt. Für den Landkreis Neu-Ulm stellt das örtliche Straßenbauamt trotzdem seit etwa zwei Jahren andere Schilder auf.

vorbildliche Radwegweisung

Und so sollte es aussehen.

Alexander Leis ist im Straßenbauamt für Neu-Ulm zuständig. Nachdem er früher überhaupt keine Notwendigkeit für eine Fahrradwegweisung an Straßen gesehen hat, sagt er jetzt zu: «Wir schauen, ob wir das (die Verwendung des FGSV-Systems - Anm. des Autors) bei den neu aufzustellenden Schildern machen können.» Auch die Stadt Ulm scheint manchmal, was die Förderung des Radverkehrs betrifft, eine Insel der Ahnungslosen zu sein.

Kai Kattau, der Radverkehrsbeauftragte der Stadt, hat jetzt vom ADFC zusammen mit dem Infoblatt zur Fahrradwegweisung die Frage erhalten: «Wie ist dazu der Diskussionsstand in der Stadtverwaltung?» Die Antwort wird gespannt erwartet.

Mit den guten Beispielen Alb-Donau-Kreis, Stadt Augsburg und vielleicht Stadt Günzburg hofft der ADFC, Ulm und Neu-Ulm in die Zange nehmen zu können; damit auch sie allen Radfahrern eine anständige und einheitliche Fahrradegweisung zur Verfügung stellen. [Franz Schmid]

 


Mai 2004

Vorgezogener Saisonstart mit neuen Bildern

Normalerweise beginnt das Ulm/Neu-Ulmer Radtourenprogramm am 1. Mai. Matthäus Groner hatte aber die Idee, dass am Bodensee früher angenehme Temperaturen herrschen als im kalten Ulm. Deshalb bietet er schon am 18. April eine Tour «Degersee und Lindau» an.

Druckfrisch stellte der ADFC Ulm/Neu-Ulm/Alb-Donau sein diesjähriges Tourenheft am 23. März der örtlichen Presse vor. Die Tourenleiter können insgesamt 33 geführte Ausflüge anbieten, zu denen zusätzlich an vielen Freitagen kürzere Abendtouren gefahren werden. Daneben laufen auch jetzt schon die Kaltduschertouren von Reinhard Schmid. Das neue Heft hat viele frische Fotos bekommen, so macht es richtig Lust zum Mitradeln.

Das gedruckte Programm ist bei vielen Fahrradhändlern, im Stadthaus und in der Geschäftsstelle erhältlich. [Franz Schmid]

 

April 2004

Michael schokiert Ulmer Einzelhändler

Michael Humphries stellt sein “schockierendes” Konzept vor

Michael Humphries schockt
Ulmer Einzelhändler

In Ulm und um Ulm herum soll der Radverkehr zunehmen. Wenn es nach dem Ulmer ADFC-Mitglied Michael Humphries geht, sogar so stark, dass es manche Leute mit der Angst zu tun bekommen.

Seit 2002 gibt es den Nationalen Radverkehrsplan. In Ulm und Umgebung war dessen Inhalt bisher wenig bekannt. Um das zu ändern, luden der ADFC Ulm/Alb-Donau, Neu-Ulm und Günzburg im Januar 2004 zu einem Seminarwochenende nach Ulm ein.

Wilhelm Hörmann, der Verkehrsreferent beim Bundesverband, ist Experte: Er war maßgeblich am Zustandekommen des Nationalen Radverkehrsplanes beteiligt. Unterstützt von der professionellen Moderatorin Hildegard Krautwald stellte er den Plan zehn ADFC'lern aus Schwaben vor. Den Aktiven wurde schnell klar, dass der Plan viele gute Absichtserklärungen enthält, aber weniges, was man konkret umsetzen kann.

Anstossen auf die neuen Radfahrer

Anstoßen auf die vielen neuen Radfahrer

Um zu zeigen, wie man dennoch erfolgreich mit dem Plan arbeiten kann, gab Wilhelm Hörmann den Teilnehmern Arbeitsaufträge. Michael Humphries und seine Gruppe hatten dabei als virtuellen Ansprechpartner den Ulmer Einzelhandelsverband. Sie sollten die Händler überzeugen, zusammen mit dem ADFC für bessere Radfahrbedingungen in der Innenstadt zu kämpfen. In seinem Vortrag setzte Michael auch Bilder ein. Als heutigen Zustand zeigte er einen fast leeren Fahrradparker. Danach einen ordentlich gefüllten. Zum Schluss legte er ein Bild auf, wo ein Platz mit Hunderten von Fahrrädern überquoll. Er fragte die Händler: «Wollen Sie das wirklich - so viele Kunden, so viel Stress?»

Als Vertreter für Radfahrinteressen kommt man sich manchmal als lästiger Bittsteller vor. Um die Perspektive zu drehen, empfiehlt Wilhelm Hörmann bei Anträgen an Kommunen auch Sätze wie : «Fördermöglichkeiten hat die Verwaltung bestimmt schon ermittelt!» Wer Interesse an einer Veranstaltung mit Wilhelm hat, sollte sich direkt mit ihm in Verbindung setzen (Wilhelm Hörmann, Tel. 0421/34629-21, wilhelm.hoermann@adfc.de). [Franz Schmid]

 

April 2004

 

ADFC Neu-Ulm bringt Freude ins Rathaus

Die Motorwelt des ADAC erhält Konkurrenz: Über ein neues Lobbyabo der ADFC-Radwelt freut sich Gerald Budny, Mitarbeiter im Tiefbauamt und Fahrradbeauftragter der Stadt Neu-Ulm.

Als bisher unregelmäßiger Leser erhält jetzt H. Hillemeyr als Leiter des Tiefbauamtes in Illertissen die Radwelt im Abonnement. Auch er freut sich darüber. Ganz viele Leser kann die ADFC-Zeitschrift in Zukunft in Neu-Ulm gewinnen. Trotz Platzproblemen liegt sie dort seit neuestem in der Stadtbücherei aus. Ilse Rüggenmann, die Leiterin, ist selbst Mitglied des ADFC in Ulm. Von daher kennt sie die Radwelt, und so war sie gerne bereit, noch ein Plätzchen zur Präsentation der Radwelt zu finden. [Franz Schmid]

 

April 2004

Heidi und Heiner

Auf den Cent genau übergibt Heidi Klaus die Kasse an Heiner Lorenz

Heiner folgt Heidi centgenau

Die Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Neu-Ulm hat am 29. Januar einen neuen Kassierer gewählt. Der neue heißt Heiner Lorenz und wohnt in Neu-Ulm/Offenhausen.

Die «alte», Heidi Klaus, ist nach Ulm verzogen, und musste deshalb nach 5 Jahren diesen ehrenvollen Posten räumen. Mit einem Geschenk sprach Vorstand Franz Schmid ihr dafür Dank aus, dass sie in dieser Zeit alle Kassiereraufgaben selbständig und äußerst zuverlässig regelte. Centgenau übergab Heidi Klaus die Kasse an Heiner Lorenz. Mit ihm hat der Kreisverband einen sehr freundlichen und ebenso zuverlässigen Mitstreiter im Vorstand gewonnen.

 

April 2004