ADFC Ulm/Neu-Ulm befragt Bundestagskandidat/innen zum Radverkehr

Kreisverband Radverkehr

"Fahrradland Deutschland. Jetzt!" heißt die aktuelle Kampagne des ADFC zur Bundestagswahl. Acht zentrale Forderungen unsere Verbands stehen dabei auf der Agenda. Der Ulmer/Neu-Ulmer ADFC befragte dazu die Direktkandidat/innen der beiden Wahlkreise Ulm und Neu-Ulm.  Die meisten Befragten stimmen den teilweise recht weit gehenden Forderungen überwiegend oder gänzlich zu.

Offensichtlich räumen allen Parteien der Radverkehrsförderung einen wichtigen Platz ein. Oft kamen von den kleineren Parteien sehr differenzierte Aussagen zu den Thesen des ADFC, während es von den "Etablierten" eher allgemein gehaltene, aufmunternde Worte gab. Keine Antwort erhielten wir leider von der Ulmer CDU und der Ulmer AfD.

Die Befragten wurden gebeten, die acht zentralen Thesen des ADFC mit einer fünfteiligen Skala zu bewerten und dies kurz zu begründen. Die geringste Zustimmung aller Parteien erhielt unsere Forderung nach Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in den Städten. Zustimmung signalisierten die Meisten jedoch dazu, dem Umweltverbund gegenüber dem Autoverkehr Vorrang zu geben. Einzig die FDP lehnt diese Forderung ab.

Forderungen des ADFC zu „Fahrradland Deutschland. Jetzt!“

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad- Club e.V. (ADFC) fordert die künftige Bundesregierung auf:

  1. Dem Umweltverbund (Rad- und Fußverkehr und öffentlicher Verkehr) Vorrang vor dem Autoverkehr zu geben,
  2. Die Bundesmittel für die Förderung des Radverkehrs im System, insbesondere für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur auf mindestens 800 Mio. Euro pro Jahr anzuheben,
  3. Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften einzuführen,
  4. Verbindliche Qualitätsvorgaben für den Bau von Radwegen in Bundesverantwortung zu machen,
  5. In urbanen Ballungsräumen Radschnellwegen den Vorrang vor dem Autobahnausbau zu geben,
  6. Den Kommunen über die Fortführung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) und eine Nachfolgeregelung des Entflechtungsgesetzes zweckgebundene finanzielle Mittel zum Ausbau der Radverkehrsstruktur zu Verfügung zu stellen,
  7. Die Verkehrssicherheitsarbeit verbindlich an der Vision Zero - Null Tote im Straßenverkehr - auszurichten und als oberste Prämisse in die StVO aufzunehmen,
  8. Die Position eines / einer Radverkehrsbeauftragten auf Ebene der Bundesregierung zur ressortübergreifenden Steuerung aller Radverkehrsthemen zu schaffen.

So bewerten die Kandidat/innen der Parteien die ADFC-Positionen

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