Friedrich-Ebert-Straße: In Zukunft vier- oder zweispurig?

Kreisverband Radverkehr

Am 26. Juli 2016 hatte die Stadt Ulm zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Neugestaltung des Bahnhofplatzes ins Stadthaus eingeladen. Es ging unter anderem um die Anzahl der Fahrspuren auf der Friedrich-Ebert-Straße, ein nicht nur im Gemeinderat heiß diskutiertes Thema. Der Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung im Jahr 2014 basierte noch auf einer Vierspurigkeit, die damals von der Mehrheit des Gemeinderats - gegen den Vorschlag der Stadtverwaltung - beschlossen worden war.

Zweieinhalb Jahre später: die Planungen sind weiter fortgeschritten, zudem ist mit Herrn von Winning ein neuer Baubürgermeister im Amt. Im April stimmt der Gemeinderat nach zähem Ringen zu, dass untersucht wird, ob die Friedrich-Ebert-Straße nicht doch auf zwei Fahrspuren reduziert werden kann, um so mehr Raum für die Platzgestaltung zur Verfügung zu haben, was insbesondere Fußgängern und Radfahrern zu Gute käme.
Diese Untersuchung, durchgeführt vom Büro Gevas Ingenieure, wurde auf der Veranstaltung vorgestellt.

Das Ergebnis: Da der Zinglerberg und die Kreuzung Neutor-/Olgastraße die begrenzenden Flaschenhälse sind, würde der motorisierte Verkehr in der Friedrich-Ebert-Straße auch bei einer Reduzierung auf zwei Fahrspuren noch fließen, wenn auch zu bestimmten Spitzenzeiten vielleicht etwas langsamer als heutzutage.

Bei zwei Fahrspuren ergäbe sich eine höhere Aufenthaltsqualität am Bahnhof, zudem könnte endlich eine vernünftige Radverkehrsführung am Bahnhof realisiert werden: Ein Zweirichtungsradweg auf der Seite des Bahnhofgebäudes für eine gute Erreichbarkeit des Bahnhofs, der für den Durchgangsradverkehr auch eine bedarfsgerechte leistungsfähige Verbindung herstellt. Zudem ein Radfahrstreifen an der Fahrspur Richtung Olgastraße, damit die Radfahrer nicht mehr von der Glöcklerstraße in die Wengengasse durch die Fußgängerzone hindurch fahren müssen, um ihre Ziele direkt zu erreichen.

Die Entscheidung für zwei Fahrspuren wäre eine zukunftsfähige Entscheidung, für eine lebenswerte Stadt. Im September entscheidet der Fachbereichsausschuss Stadtentwicklung, Bau und Umwelt darüber. Eigentlich müsste die Entscheidung doch klar sein, oder?

Katrin Voss-Lubert, ADFC KV Ulm/Alb-Donau

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