Fortschreibung des Radverkehrskonzepts Neu-Ulm

In der Sitzung des 3. Projektbegleitenden Arbeitskreis am 11.01.2017 haben sowohl Dr. Kaulen (Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen), als auch Herr Krämer (Stadtbaudirektor der Stadt Neu-Ulm) ihre unterschiedlichen Vorstellungen der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes Neu-Ulm erläutert. Einig sind beide Konzepte, dass die Radverkehrsförderung im Gegensatz zur bisherigen Vorgehensweise umfassend sein muss, vorrangig in der Verbesserung der Radverkehrsführungen aber auch bezüglich der Information und Kommunikation sowie im Service für das Fahrradfahren.

Beispiele hierfür sind (nach Hr. Krämer) Öffentlichkeitsarbeit, regelmäßige Bürgerinformation, Einrichten eines Infoportals, Radaktionstage, Zusammenarbeit mit AGFK (Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern), Schaffung einer benutzerfreundlichen Mängelmeldung, Einrichten von Servicestationen (und vieles mehr). Die Umsetzung der Maßnahmen soll nach unterschiedlicher Priorität erfolgen von kurzfristig (noch 2017) bis mittel- und langfristig.

Grundsätzlich unterstützt der ADFC Neu-Ulm die umfassende Radverkehrsförderung mit der Vorrangigkeit einer für alle sicheren und komfortablen Radverkehrsführung. Hier besteht in Neu-Ulm ein großer Nachholbedarf! Dies zeigt auch am Anteil der zurückgelegten Wege mit dem Fahrrad. Neu-Ulm stagniert seit Jahren bei ca. 14% – trotz bester topografischer Voraussetzungen. Viele andere Kommunen sind da wesentlich weiter. Die genannten Vorlagen werden zeitnah im Stadtrat beraten. Wir hoffen, dass die Maßnahmen dort im wesentlichen Zustimmung finden, weil damit die Radverkehrsförderung in Neu-Ulm einen großen Schritt nach vorne erfahren würde.

Walter Radtke, ADFC Neu-Ulm

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